Juni-Rückblick

Der Juni liegt bereits einige Tage hinter uns und somit ist die Hälfte des Jahres 2020 schon wieder vorbei. Es ist unglaublich, wie schnell das geht.

Was war los im Juni?

Anfang des Monats, nach Pfingsten, waren wir ein paar Tage im Urlaub. Der erste „Corona-Urlaub“ für uns und vermutlich leider nicht der letzte. Es ging in die Lüneburger Heide – somit war die Anreise nur ca. 1,5 Stunden und die Gegend wenig touristisch belagert, so außerhalb von Ferien und Wochenenden. Dies war so gewünscht, um möglichen Menschenansammlungen gar nicht erst zu begegnen.

In der Woche drauf habe ich mich entschieden, mein Cardiotraining vom Versuch zu joggen umgestellt auf Walken. Ich habe meinen Puls einfach nicht runter bekommen und noch langsamer laufen war wirklich nicht möglich. Zunächst bin ich mangels Equipment noch gegangen, dann ohne Stöcke gewalkt und ich war beide Male deutlich schneller, als beim Joggen 🙈 Inzwischen bin ich mit Stöcken unterwegs. Koordination ist an sich nicht meine Stärke und so wird es noch eine Weile dauern, bis ich wirklich sauber walke. Es bekommt mir aber bisher gut, ich bin vom Puls her nicht mehr kurz vorm Kollaps.

Im Juni sind wir außerdem ins Ausmist-Fieber und eBay- Kleinanzeigen-Wahn verfallen. Meine Eltern fingen an, mir ein paar Dinge, die noch dort sind von mir, mitzugeben (z.B. das Goldrand-Geschirr der Oma, das ich damals haben wollte). Wohin damit? Also ging es hier auch los und inzwischen sieht der Flur aus, wie ein Warenlager. Ich hoffe, das vieles noch Abnehmer finden wird.

Eine Woche im Juni war voller Arzttermine, die meisten ungeplant. Meine Zahnbrücke war 2,5 Jahre lang nur provisorisch eingeklebt. Nun hatte sie sich wieder gelöst und konnte dann fest eingebaut werden. Ein anderes Problem, welches wohl tatsächlich Folge der Krebstherapien ist, machte auch wieder einmal Schwierigkeiten und so bekam ich kurzentschlossen und kurzfristig einen Facharzttermin der unangenehmen Art, aber mit dem Ergebnis „alles gut“. Mein Hausarzt wollte mich auch mal wieder sehen. Ich bemühe mich immer, da nicht wegen allem hinzugehen und erstmal selbst die Dinge zu regeln – insbesondere, da ich ohnehin alle 3 Monate bei meiner Onkogyn bin. Aber einmal im Jahr möchte er mich also sehen.

Es stand außerdem der erste Termin einer Medikamenten Studie an, die mir von meiner Onkogyn empfohlen wurde und die in „meinem“ Brustzentrum stattfinden sollte. Leider hatte man dort versäumt, meine Handynummer zu aktualisieren und so bekam ich die Nachricht, dass wegen Corona die Studie unterbrochen ist, nicht. Also stand ich mit aufgeklebtem Emla-Pflaster dort, weil Blut abgenommen werden sollte und hatte Röhrchen vom Hausarzt mit (wenn wir schonmal am Zapfen sind…). Netterweise wurden dann eben die Röhrchen doch noch schnell gefüllt und der Weg (und der für mich frühe Wecker) war nicht gänzlich vergebens.

Diese Woche mit den Arztterminen hat mich trotzdem sehr geschlaucht. Es war auch recht warm und sonnig und momentan bin ich da sehr empfindlich. Grelles Sonnenlicht, viele neue Situationen und Kommunikation bei den Ärzten – da blieben dann Haushalt und Wäsche liegen (und ich auch und zwar auf dem Sofa😉 ).

Insgesamt bin ich seit Mitte Juni viel am Reflektieren über Autismus und wie ich ihn merke und wahrnehme. Die Woche mit Sommer und Ärzten brachte mich darauf, dass dies auch ein Faktor der Fatigue sein könnte. Ich nehme an, dass ihr einige Ergebnisse der Reflexion dann bald hier lesen könnt.

Ich bin gespannt, wie der Sommer sonst noch so wird.

Passt auf euch auf!

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