Cremesuppen – Bauanleitung

Oftmals schlägt mir Erstaunen entgegen, wenn ich berichte, dass wenn es beim Kochen gesund sein sowie schnell und einfach gehen soll,

es eine Cremesuppe gibt.

Cremesuppen sind auch immer toll, um Gemüse für Kinder zu „verstecken“. Klappt natürlich nicht bei jedem Kind. Ich finde einfach, es ist super, bequem eine ordentliche Portion Gemüse zu essen. Und ich brauche einiges an Gemüse jeden Tag!

Deshalb also gibt es etwa einmal pro Woche eine Cremesuppe.

Das Erstaunen geht vermutlich darauf zurück, dass vielfach einfach unklar ist, wie man eine Cremesuppe zubereitet. Dabei ist das Prinzip immer gleich. Ich möchte es hier kurz erläutern:

  1. Zunächst schneidet man 250-300 g (Pro Person) vom Gemüse der Wahl in mittelgroße Stücke.
  2. Zwiebeln (1/4 weiße oder 1/2 Haushaltszwiebel pro Person) in kleine Stücke schneiden.
  3. Zwiebeln und Gemüse in Fett etwas anschwitzen oder anrösten.
  4. Während des Anröstens die Haupt-Gewürze hinzugeben, z.B. Paprika oder Kurkuma.
  5. Aufgießen mit 200-250g Brühe/Person. Aufkochen lassen. Salzen.
  6. Je nach Gemüsesorte 12-20 min köcheln lassen.
  7. Ca. 50 ml Sahne/Pers. oder Cremefine oder ähnliches angießen.
  8. Suppe pürieren. Ein qualitativ guter Pürierstab ist empfehlenswert. Ordentliche Messer und Leistung (Watt) sind m.E. unerlässlich.
  9. Suppe zurück auf die Herdplatte stellen auf niedrigster Stufe. Abschmecken (z. B. mit Paprika edelsüß, Saft, Xylit, usw.). Empfehlenswert ist es, in jedes Essen immer die 4 Komponenten salzig, sauer, süß und scharf hineinzubringen. Die Auswahl ist natürlich für Histaminintolerante etwas eingeschränkt.

Deshalb hier für die 4 Komponenten ein paar Vorschläge:

  • Für Säure eignet sich: Essigessenz (verdünnt), Branntweinessig, Apfelsaft, Johannisbeersaft
  • Für Süße eignet sich: Xylit, Ahornsirup, Zucker, etwas Honig
  • Für Schärfe eignet sich: Paprika edelsüß, selbstgemachtes Currypulver (manche vertragen auch etwas Pfeffer)
  • Für „salzig“ bleibt natürlich nur Salz.

Weitere Anmerkungen:

  • Bei sehr wasserhaltigen Gemüsesorten empfiehlt es sich, pro Person eine kleine mehlige Kartoffel hinzuzugeben. Durch die Stärke entsteht eine schöne Bindung.
  • Anstelle von Sahne gibt es auch pflanzliche Alternativen oder fettärmere Varianten von Sahne. Zu Kürbis oder Süßkartoffeln passt auch Kokosmilch ganz hervorragend!
  • Ist kein sahneartiges Produkt greifbar, ist aber Frischkäse immer eine gute Möglichkeit. Wir nennen es gerne „die geheime Geheimzutat“.
  • Man kann auch mehrere Gemüsesorten mischen. Je nach Ausgangsfarbe der Sorten kann das Ergebnis optisch aber etwas unschön werden. Tolle (histamintaugliche) Kombinationen sind z.B. Pastinaken+Kartoffeln und Möhre+ Süßkartoffel
  • Manche Gemüse schält man lieber, Paprika z.B. Sie sind dann bekömmlicher.
  • Bei den Gewürzen eignet sich alles, was einem bekommt – einfach ausprobieren. Kräuter sind auch würzig und gesund. Experimentiert mit dem, was da ist, probiert aus, was ihr im Supermarkt oder Garten findet…

Da es am Ende sowieso püriert wird, muss man beim Schneiden auch nicht so genauso sein. Das verringert den Zeitaufwand auch noch einmal.

Mit diesem kleinen „Bausatz“ braucht ihr keine Rezepte mehr zu wälzen und könnt eine leckere Suppe quasi aus dem Handgelenk schütteln.

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