Was bleibt…?

Wenn einem das Thema Sterben wieder einmal in seinen Gedanken begegnet, fängt so mancher an…

… sich zu reflektieren. So ging es auch mir in den letzten Wochen des öfteren. Das klingt jetzt trübsinniger, als es ist, denn letztlich können wir uns 100% sicher sein, dass jeder von uns früher oder später diesen Weg gehen wird.

Wenn Erinnerungen das ist, was bleiben – was möchten wir, dass in den Köpfen und Herzen der Menschen, die uns überleben werden, bleibt?

Ich möchte, dass man sich einmal mit einem Lächeln an mich erinnern kann. Über Späße, über kuriose Eigenschaften und Situationen (die man als Aspie sicherlich zahlreich geschaffen hat), über Gesten, die Verbundenheit, Dankbarkeit, Wertschätzung, Liebe ausgedrückt haben. Über manchmal wirres Gerede. Über merkwürdige Ideen.

Natürlich werden sich vor allem diejenigen, die einen länger kannten, auch an Fehler erinnern, an zugefügten Schmerz, an Ärgernisse. So geht es mir auch bei manchen wichtigen und lieben Menschen in meiner Erinnerung, von denen ich mich sowohl an das Lachen, als auch das Klagen erinnere.

Ich weiß, mir wird es nicht gelingen, negative Erinnerungen bei allen zu vermeiden. Aber das kann und sollte keine Entschuldigung dafür sein, es nicht zu versuchen.

Ich komme zu folgendem Schluss: Den Inhalt dessen, was später über uns gesagt wird, bestimmen wir jetzt. Der Mensch, der wir irgendwann mal gewesen sein werden, sind wir jetzt.

Das ist nicht neu – keinesfalls. Eigentlich ist es geradezu banal. Nur denke ich, dass man eine Erkenntnis nicht durch lesen einer selbigen erhält, sondern durch aktives Erleben und Erarbeiten.

Insofern möchte ich euch dazu einladen, euch eure eigenen Gedanken dazu zu machen. Je früher, desto mehr Gestaltungsmöglichkeiten haben wir…

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2 Gedanken zu “Was bleibt…?

  1. „Natürlich werden sich vor allem diejenigen, die einen länger kannten, auch an Fehler erinnern, an zugefügten Schmerz, an Ärgernisse.“

    Das passiert mir auch schon mit Menschen, die ich kannte, die aber (vermutlich) noch leben. Die Kunst ist es dabei, sich an den Schmerz und Ärger zu erinnern, ihn nicht zu verdrängen oder gar zu leugnen… Und ihn dann mit einem Lächeln auf den Lippen zu „quittieren“. Mir wärmt es immer das Herz.

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