September-Rückblick

Der September ist vorbei, der Herbst hat Einzug gehalten. Im Vergleich zu den restlichen Monaten kam er mir ziemlich lang vor.

Für uns – insbesondere für meinen Mann – war der September sehr arbeitsreich. Ursprünglich wollten wir wegfahren, haben uns aber zuerst gegen Dänemark entschieden aufgrund des dortigen Umgangs mit Corona, später dann auch gegen einen Urlaub in Deutschland. Die Zahlen stiegen und mit 14 Tage Stornierungsfrist war uns das dann doch zu unsicher. Stattdessen nahmen wir die ohnehin für Herbst geplanten Renovierung des Kinderzimmers ins Visier. Das war mehr als fällig: „Normale“ Kinder kommen ja mindestens einmal auf die Idee, ein neu gestaltetes Zimmer zu brauchen – wohl meist so im Teenie-Alter. Aber normal ist ja hier nicht und so war alles noch in „Baby-gelb“, mit Regenbogen und zusammengewürfelten Möbeln. In der Mitte viel Platz zum Spielen.

Nun, auch ein 18-jähriger Aspie braucht jetzt nicht zwingend Platz zum Spielen, und da er hier ohnehin nur zu Besuch in den Ferien ist (die Wochenenden sind seit Corona spärlich gesät), nutzen wir das Zimmer deutlich mehr, als er.

Ziel war es, etwas zu schaffen, wo sich alle wiederfinden und wohlfühlen. Und so gab es neue Farbe an den Wänden, einen neuen Fußboden, neue Möbel, neues Plissee, eine neue Türfolie, und ein neues Polster für den beliebten Sessel aus dem ebenso beliebten schwedischen Möbelhaus. Es ist wirklich, wirklich gut geworden.

Das „Kind“ kennt nur Fotos bzw wurde über Skype herumgeführt, war aber auch zufrieden.

Schlussendlich haben wir nun oben eine helle, freundliche „Chillbude“ mit Stauraum und Schlafplätzen (3!) für Gäste. Im Sportzimmer, wo zuvor noch das Sofa und der Tisch standen, die nun oben sind, ist nun ein schöner Arbeitsbereich entstanden mit einem Schreibtisch, der auch im Stehen bedienbar ist. Zusätzlich haben wir hier nun mehr Stauraum und eine Notfall-Schlafgelegenheit. Es ist viel heller und aufgeräumter.

Die Herausforderung für mich während dieser Zeit waren folgende:

  • Sich nicht vom Chaos im gesamten Haus runterziehen lassen
  • normale Aufgaben liegen lassen
  • Sich nicht überfordern, sondern Pausen machen
  • Akzeptieren, dass ich nicht so viel machen und helfen kann, wie früher und wie ich gerne würde
  • Sich nicht im organisatorischen klein-klein verlieren
  • Sich nicht aufregen, wenn die bessere Hälfte sich aufregt
  • Sich nicht aufregen, wenn die bessere Hälfte sich mal wieder irgendwo kaputt macht (Knie, Füße, Hände – ganz heile ist nie alles)
  • Tägliche Achtsamkeitsübungen

Schlussendlich ist es unterm Strich gut gegangen, ohne dass ich im Nachhinein wieder in ein Erschöpfungsloch falle oder krank werde. Ich fühle mich zwar nicht ganz fit und schon irgendwie k.o., aber das war alles schon schlimmer.

Mein Rücken musste zwischenzeitlich vom Chiropraktoren wieder gerichtet werden, da vornüber gebeugtes Sortieren nicht so gut war, aber im großen und ganzen ist alles gut.

Vielleicht lerne ich ja doch noch, mit meinen Kräften zu haushalten.

Ansonsten gab es diverse Routine Checks bei Ärzten verschiedener Art mit jeweils erwartetem Ausgang (alles ok). Einzig meine Wundheilung macht mir Sorgen, aber an dem Thema bin ich weiter dran.

Der Garten musste auch betüddelt werden, u.a. mit zwischenzeitlicher Hilfe von den Schwiegereltern. Bei den ganzen Dämpfen und Gerüchen der Renovierung war es eine nette Abwechslung, draußen zu sein. Auch wenn ich hier auch nicht so viel machen kann, wie gewollt.

Ein arbeitsreicher Monat ist also zuende und hinterlässt hier bleibende Eindrücke.

Und bei euch so?

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