Corona überall…

Momentan gibt es ja fast nur ein Thema: Corona. Jetzt schon mein persönliches Unwort des Jahres.

Aber nichtsdestotrotz gehört es ab jetzt dazu und bestimmt unsere Lebensführung.

Und an der Stelle bin ich echt entspannt. Warum? Weil ich das kenne.

Ich hatte Krebs – da verändert sich das Leben sofort. Es werden Dinge unwichtig, die es vermutlich vorher auch schon waren, aber nun bekommen sie einfach den wahren Wert im eigenen Wertesystem zugewiesen.

Auch die Einschnitte in die eigenen Planungen, wie es jetzt durch Corona alle erleben, kommen mir sehr bekannt vor. Beim Krebs und während der Therapien kann man auch nicht so, wie man will. Unseren Frankreich-Urlaub konnten wir auch nicht antreten. Interessanterweise wollten wir den dieses Jahr im Mai nachholen. Wird wohl wieder nichts. Vielleicht ein Zeichen? 🤔

Auch die längerfristige Planung ist ab der Krebsdiagnose unsicher – sowohl, was die eigene Gesundheit und das Überleben angeht, als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Niemand kann einem sagen, wie man die Krebstherapien übersteht, ob der Krebs und Metastasen wirklich wegbleiben, usw. Bei Corona ist es ähnlich. Keiner weiß, ob und wann er sich das Virus einfängt und wie die Erkrankung bei ihm verläuft.

Wirtschaftlich weiß auch niemand, was es einem bringt. Einige haben bereits den Job verloren, etliche werden es vielleicht erst in einiger Zeit – durch die Rezession ausgelöst, die das Coronavirus losgetreten hat.

Auch beim Krebs weiß man nicht, ob und wann man in welchem Umfang wieder arbeitsfähig wird.

Letztlich ist es wohl so, dass ich nun mental gut vorbereitet bin.

Insofern kann ich allen nur sagen: Willkommen in meiner Welt!

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4 Gedanken zu “Corona überall…

  1. Was mich betrifft: Ich habe mich nur im ersten Moment geärgert. Mittlerweile ist es mir sehr recht, weil das Virus mir in der nächsten Zeit in Summe das Leben sogar erträglicher macht. Meiner Erfahrung nach hatten selbst die Katastrophen in meinem Leben ein sonst nicht erreichbares positives Ergebnis. Auch dieses Mal wird es so sein. Mein Zeitplan gerät zwar durcheinander, aber dafür rücken sich Dinge zurecht, die vor dem Virus wesentlich schwieriger zu managen gewesen wären. Insofern bin ich jetzt nicht übermäßig besorgt. Allerdings wäre nicht schlecht zu wissen, ab wann leidlich (d. h. für meine Bedürfnisse minimaler) Normalbetrieb herrscht. Dieser Tag wird aber gewiss kommen. Die Frage ist nur, wann. Ab Herbst würde mir ja reichen. Kann vielleicht werden, denn bis dahin fließt noch viel Wasser Saale und Elster hinunter. Und die Situation verändert sich schließlich binnen Tagen.

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    • Da hast du recht. Gerade für uns ist so ein nicht wissen, was kommt, nicht so einfach. Für den Plan im Kopf und so…
      Aber glaub mir: man gewöhnt sich dran!

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